Lehrgang Pflegehilfe ASB (ASB Academy)
Getestet: Februar bis Juli 2026 · von Daniela Räber.
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bedeutet: ich teile hier meine ASB Academy Erfahrung und erhalte eine Provision des Anbieters, wenn jemand den Kurs bucht.
Für wen eignet sich der Lehrgang Pflegehilfe?
- Für alle, die sich beruflich verändern wollen.
- NeueinsteigerInnen in die Pflege und alle, die schon in der Pflege arbeiten und eine Qualifikation wollen. Frühere Pflegeerfahrung kann angerechnet werden.
- Für alle, die Angehörige pflegen und dafür mehr Sicherheit im Alltag wollen
- Aufgrund des zeitlichen Aufbaus eignet sich dieser Kurs besonders für Berufstätige sowie Alleinerziehende, die ihre berufliche Neuorientierung mit ihrem Alltag und/oder Betreuungspflichten kombinieren müssen.
Das Wichtige auf einen Blick:
Kursversprechen und Zielerreichung der ASB Academy
Das Versprechen der ASB: «Hier gibt es Jobs» sagte Sebastian Bobka, der CEO der ASB, im Unterricht. Seiner Erfahrung nach bekommen fast alle Teilnehmenden nach dem Praktikum direkt einen festen Arbeitsvertrag. Bei vielen meiner Kolleginnen traf das tatsächlich zu, nicht aber bei mir. Doch auch ich fand recht leicht eine Anstellung: innert weniger Tage nachdem ich das Praktikum abgeschlossen und das Zertifikat zugesandt wurde fand ich eine Stelle – befristet auf 3 Monate. Genau wie ich es mir gewünscht hatte.
Empfehlung: ✅ Ja, absolut. Ich würde den Kurs jedem weiterempfehlen, der einen raschen Einstieg in das Gesundheitswesen sucht oder sich gern um Menschen kümmert und schlicht Geld oder eine berufliche Perspektive braucht.
Hier geht’s zum Kurs „Pflegehilfe“ der ASB Academy
Voraussetzungen für den Lehrgang Pflegehilfe ASB
- ab 18 Jahren
- Deutschkenntnisse auf Niveau B1 (kostenloser Sprachtest kann gemacht werden)
- körperlich und mental gesund, freundlich, zuverlässig
- Tablet oder Computer fürs Lernen.
Schwierigkeitsgrad des Kurses
- mittelschwer
- Einstieg ohne Vorkenntnisse, aber Selbstlernen und Disziplin nötig (60 Lektionen E-Learning sind nicht für jedermann). Das E-Learning selbst ist gut verständlich, wenn man die Sprache beherrscht.
Benötigtes Material
Tablet oder Laptop fürs E-Learning. Gute feste, geschlossene Schuhe (Pflegehilfe ist ein «Laufberuf»). Die Berufskleidung stellt meist der Betrieb oder man trägt Alltagskleidung mit einer zur Verfügung gestellten Schürze.
Der Ärger-Check
☑ Technik problemlos (E-Learning lief einwandfrei, Fortschritt gut angezeigt)
☑ Ton gut
☑ Bild gut
☑ Support erreichbar, Probleme sofort geklärt
☑ Aktualität (der Gründer und die Lehrpersonen arbeiten in der Pflege)
☐ Administratives: Bei der Ratenzahlung kam eine Mahnung, obwohl die erste Rate pünktlich bezahlt war. Es wiederholte sich einmal (Fehler in der Admin, ich war falsch eingestuft), die ASB entschuldigte sich, blieb sachlich und klärte es sofort
Dauer und Zeitaufwand
Dauer: Laut ASB 1 bis 4 Monate. Man kann sich aber 1 Jahr Zeit nehmen.
Bei mir dauerte es 5 Wochen bis zum erfolgreichen Abschluss der Prüfung (17.2. bis 27.3.2026). Währenddessen habe ich 60-80 % gearbeitet. Dann machte ich zuerst, wie geplant, eine Reise und dann im Juli 2026 das Praktikum. Ende Juli bekam ich das Zertifikat.
Die Kürze des Lehrgangs – bei guter Inhaltlicher Qualität – ist der grosse Vorteil gegenüber den Ausbildungen des SRK, welche im Gesundheitswesen sehr bekannt ist. Für mich wäre es, wegen der deutlich längere Dauer beim SRK und den häufigen Präsenztage, nicht möglich gewesen die Weiterbildung beim SRK zu absolvieren.
Zeitaufwand: E-Learning 60 Lektionen, 7 Präsenztage (9 bis 17 Uhr, 4 Wochen à 2 Tage) und ein Prüfungstermin in einem der Kurszentren der ASB, irgendwo in der Schweiz. Dauer der Abschlussprüfung 90 Min. Danach folgt ein Praktikum von mindestens 120 Stunden.
Zugang zum Kurs: 12 Monate
Wichtiger Hinweis: man muss die Einführungstexte zum Lehrgang wirklich lesen! Einige meiner Kolleginnen haben nicht realisiert, dass das E-Learning obligatorisch ist und dass es vor der Prüfung abgeschlossen sein muss. Sie mussten das parallel zum Unterricht nachholen und gerieten in den 4 Wochen Präsenzunterricht unter Druck. Das war auch negativ für den Lerneffekt, denn Lektionen abspielen ist nicht dasselbe wie die Inhalte beherrschen.
Preis🪙🪙🪙🪙
ist abhängig vom gewählten Lernmodell. Ich wählte die günstigste E-Learning-Variante ohne Lernbegleitung und zusätzliche E-Learning-Materialien und zahlte insgesamt 1980 CHF.
Ratenzahlung ist möglich. Zahlung per Kreditkarte oder eBanking
Mein persönliches Ziel
Als verkündet wurde, dass der Betrieb, in dem ich Betreuerin war, in wenigen Monaten geschlossen wird, wollte ich
- mir das Grundwissen in der Pflege erarbeiten, weil in meinem Job als Betreuerin immer wieder pflegerische Aufgaben anfielen und es viele Stellen gibt in denen pflegerische Kenntnisse gewünscht werden
- mit dem Lehrgang zur Pflegehelferin bei der ASB Academy eine zusätzliche Möglichkeit zum temporären Arbeiten schaffen,
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- damit ich in Zukunft leicht eine Stelle findet, falls wieder einmal ein Betrieb, in dem ich arbeite, schliesst
- und damit ich noch besser mein Leben und meine Arbeit an meine Reiseträume anpassen kann.
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Was daraus wurde? Eine kleine berufliche Neuorientierung zur Pflegehilfe also… 🙂
Das habe ich am Kursende erreicht: Das E-Learning brachte mich meinem Ziel schon recht nahe. Im Praktikum merkte ich, dass sich die Aufgaben in der Betreuung und die in der Pflege massgeblich unterscheiden. Überraschend erhielt ich einen Blick in ein neues Arbeitsfeld. Wie sich das in über längere Zeit auswirkt, erzähle ich Mitte 2027 im Langzeitresultat (unten). Bis dahin zeigt sich, ob ich so längerfristig (temporär) arbeiten kann und leicht eine Stelle finde.
Wünscht du dir eine rasche berufliche Veränderung?
Vielleicht hast du längst keine Lust mehr, noch jahrelang das zu tun, was du heute tust und du fragst dich: „Wie kann ich mich beruflich verändern?“ Und vor allem: wie lange dauert ein Berufswechsel und was kostet er?
Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: wenn du dich gerne um ältere Menschen, kranke Erwachsene und Kinder oder Menschen mit Beeinträchtigte kümmern magst, kannst du in 1-4 Monate den Einstieg ins Gesundheitswesen schaffen. Du lernst ein paar Wochen zu Hause die Basics, besuchst in 4 Wochen 7 Präsenztage, vertiefst und übst im Unterricht und stehst – wenn du magst – danach an deinem ersten Tag im Praktikum. Mitten drin in einem neuen Leben und – wenn du engagiert, freundlich, zuverlässig bist und sorgfältig arbeitest – ganz nah an einer möglichen Anstellung.
Meine Bewertung zum Lehrgang Pflegehilfe bei der ASB
Zertifikat und Anerkennung des Lehrgangs Pflegehilfe bei der ASB
nach bestandener Prüfung und einer 80%igen Teilnahme am Präsenzunterricht erhält man eine Kursbestätigung. Nach dem erfolgreich absolvierten Praktikum das Zertifikat «Pflegehilfe ASB».- Der Kurs ist eduQua-zertifiziert (Schweizer Qualitätslabel für Weiterbildungsanbieter).
- laut ASB wird die Weiterbildung durch Spitex, ASPS, OdA Santé, Krankenkassen anerkannt und sei gleichwertig zum Abschluss „Pflegehelferin SRK“. Ob dies im Alltag der Realität entspricht, kann ich noch nicht beurteilen. Offensichtlich wurde für mich, dass der Gründer viele Connections hat und er seine Schule sehr sichtbar präsentiert. So bekommt der Lehrgang nach und nach die nötige Bekanntheit, was für die Absolventen Gold wert ist.
Hat man beruflich eine Perspektive nach der Weiterbildung bei der ASB?
Ja, zum einen gibt es verschiedene Arbeitsfelder: Das Umfeld und damit die Anforderungen an eine Pflegehilfe unterscheiden sich stark, je nachdem ob man im häuslichen Umfeld, also bei der Spitex, im Spital oder in einem Heim arbeitet.
Pflegehilfe ist nicht gleich Pflegehilfe
Auch von den betreuten Personen hängt viel ab: brauchen sie nur einige Handreichungen beim An- und Ausziehen oder die komplette Assistenz, weil sie sich nicht bewegen können. Verstehen sie was man sagt und können sie verständlich und sinnvoll kommunizieren? Sind sie lernfähig oder vollkommen verwirrt. Entsprechend ändern sich die Aufgaben.
Ich habe für mich entdeckt, dass mich viele Transfers am Tag an meine Grenzen bringen und unzufrieden machen. Hingegen liebe ich es, die Menschen mit Essen und Getränken zu versorgen, alles in mundgerechte Stücke zu teilen und es so einzugeben, dass sie in Ruhe und ohne sich zu verschlucken essen und trinken können.
Spezialisierung nach der Ausbildung zur Pflegehilfe
Mit etwas beruflicher Erfahrung kann man sich in professioneller Demenzbegleitung und palliativer Pflege spezialisieren. Und wer gerne Verantwortung übernimmt, kann sich weiterentwickeln zur Führungsperson im Gesundheitswesen.
Der Weg zu anerkannten Ausbildungen
Händeringend werden zurzeit Fachkräfte gesucht und so verwundert es nicht, dass in dem Betrieb in dem ich gerade arbeite, die Weiterbildung der angestellten Pflegehilfen gefördert wird. Gerade haben wieder 2 Mitarbeitende mit der Ausbildung angefangen. Als Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA, Fachperson Gesundheit EFZ (FaGe) oder Fachperson Betreuung EFZ (FaBe). Und eine Person wurde mit fast abgeschlossenem Studium zum Sozialpädagogen angenommen und wird nun den Abschluss nebenberuflich machen.
Was verdient man als Pflegehilfe?
Das hängt sehr stark von der Vorbildung ab. Da ich bisher viel im sozialen Bereich gearbeitet habe, und mehrere tertiäre Abschlüsse habe, verdiene ich in meinem aktuellen, befristeten Job genau so viel wie zuvor als Mitarbeiterin im Bereich Wohnen (Lohn eines Sozialpädagogen, eher im unteren Bereich).
Ich scheue mich davor meine Kolleginnen nach ihrem Lohn zu fragen, also klären wir es via Lohnrechner. Demnach verdient eine Vollzeit-Pflegehelferin durchschnittlich 53’500 CHF brutto pro Jahr. Also zwischen 3’800 und 4’700 CHF monatlich.
Wer sich bei Coople, für Kurzeinsätze oder temporär, anstellen lässt, erhält einen Stundenlohn von ca….. 32 CHF.
Stärken und Schwächen des Lehrganges ASB Pflegehilfe

Das hat mir gefallen:
- Flexibilität: Zwischen Prüfung und Praktikum war Platz für Arbeit und Reise, alles innerhalb der Jahresfrist. Auch neben einem Job oder mit Betreuungspflichten gut organisierbar, notfalls mit ein paar Ferientagen
- Chance, in ein (neues) Arbeitsfeld zu kommen und/oder leichter temporär zu arbeiten
- Insider-Wissen und Begeisterung: Der Gründer erklärt die Inhalte selbst. Er ist Pflegefachmann aus Leidenschaft mit langjähriger Erfahrung und gibt nützliche Insider-Tipps
- Gutes E-Learning: abwechslungsreich, schönes Design, viele Praxisbeispiele, nur relevante Inhalte
- Präsenzunterricht: für das Erlernen der praktischen Aufgaben sind die Präsenzlektionen wichtig, ebenso für die eigene Motivation. Ausserdem ergab es sich durch die persönlichen Beziehungen im Kurs, dass einander Praktikumsplätze oder gar Jobs vermittelt werden konnten.
- Professionell organisiert: Probleme wurden sofort geklärt. Schöne Räume vor Ort, Start- und Endzeiten und Pausen eingehalten
- Sprungbrett: In meinem Betrieb werden Mitarbeitende nach einiger Zeit gern zu einer Ausbildung motiviert (Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ oder Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA)
Das hat mir weniger gefallen:
- Einige Teilnehmende sprachen nicht gut Deutsch und verstanden kein Schweizerdeutsch. Das hat die Kommunikation erschwert und manche Präsentation der Gruppenresultate war schwer zu verstehen.
- Ich hätte mir mehr Kurzanleitungen für die Praxis gewünscht (Urinbeutel leeren, Transfer in den Rollstuhl besonders bei immobilen oder übergewichtigen Personen, Funktion eines elektrischen Rollstuhls). Da dies alles auch im Praktikum nicht vorkam, musste ich es mir in meinem ersten Job aneignen. Etwas Vorwissen wäre hilfreich gewesen.
Allerdings habe ich, wie oben erwähnt, die günstigste Variante des E-Learning gewählt. Die teurere Variante hätte noch mehr Lernbegleitung und Videos zur Verfügung gestellt. Mir wurde versichert, dass es nicht notwendig sei für den erfolgreichen Abschluss, was sich dann auch bestätigte.
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Inhalte auf einen Blick
- E-Learning
- Rolle und Team: Die Rolle und Aufgaben der Pflegehelfenden
- Ethik und Umgang: Ethik & Beziehungsaufbau, Wertschätzender Umgang, Intimität, Sexualität & Hygiene
- Prophylaxen in der Pflege (Dekubitus, Thrombose, Kontraktur, Pneumonie, Aspiration)
- die wichtigsten Organe und Körperfunktionen, Atmung & Herzkreislaufsystem
- Krankheitsbilder
- Notfallsituationen in der Pflege, beobachten und mitteilen
- Präsenzunterricht: Kommunikation · Essen & Trinken · Gesundheitsförderung · Körperpflege · Notfallsituationen & Ausscheidung · Mobilität · Digitale Arbeitsmethoden in der Pflege
Neue berufliche Chancen dank Onlinekurs
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Zusammenfassende Bewertung
Meine MitschülerInnen und ich suchten nach einer weiteren oder gar ersten beruflichen Qualifikation, die es leicht macht, eine Stelle zu finden. Meine Erfahrung bei der ASB Academy zeigt: Dieses Ziel haben viele von uns erreicht.
Ob es alle geschafft haben? Ich weiss es nicht, weil es nach der Prüfung keine Treffen mehr gab. Vielleicht musste jemand doch noch etwas mehr Deutsch lernen oder die Inhalte richtig vertiefen? Für mich persönlich hat sich diese Weiterbildung wirklich gelohnt, denn neben der gefragten Zusatzqualifikation für meine zukünftige Stelle habe ich nützliches Wissen zum Thema Prävention und Gesundheitserhaltung bekommen, das ich im Alltag brauchen kann.
Hier findest du den Einstieg in deine neue berufliche Aufgabe

